Albanien - ein faszinierendes Land

 

Endlich, nach längerer Corona-Pause fand in der Zeit vom 4. bis 13. Oktober 2022 wieder eine unserer Albanien-Reisen statt. Diese Tour führte uns als Gruppenreise zu den archäologischen Höhepunkten Albaniens. Daneben wurde aber auch darauf Wert gelegt, das aktuelle kulturelle Leben, einschließlich des hervorragenden Essens, kennenzulernen.

 

Ein wichtiger Aspekt bei der Reise bestand in der Auswahl der Hotels. Da Albanien bei vielen Reisenden noch ein unbekanntes Land war, gab es dabei einen unterschiedlichen Erwartungshorizont. Aber schon das erste Hotel in Durres übertraf die Erwartungen. Das gerade eröffnete Haus in bester Strandlage bot phantastische Zimmer mit Meerblick, für einen Sprung ins Wasser war es leider schon etwas frisch.

 

Das Hotel in Durres - Blick auf den Strand und die Bucht von Durres
Das Hotel in Durres - Blick auf den Strand und die Bucht von Durres

Auch die anderen Hotels auf der Reise konnten überzeugen. Sie waren nicht so groß und teilweise eher traditionell eingerichtet; dafür waren sie aber mit allem Komfort ausgestattet. Durch ihre zentrale Lage bot sich oft die Möglichkeit, nach dem Abendessen noch einen Gang durch die Stadt zu machen und die Atmosphäre aufzusaugen. So überraschte uns in Gjirokastra ein Folklorefest, das nicht für Touristen, sondern für die Einwohner der Stadt gedacht war und auch so gelebt wurde.

 

Ein Abend in Gjirokastra
Ein Abend in Gjirokastra

Kommen wir nun zu den Köstlichkeiten der albanischen Küche. Schon beim Zusammentreffen der Gruppe am Frankfurter Flughafen wurde dies angesprochen. Man hatte gelesen, das Essen sei sehr gut, eine genaue Vorstellung gab es aber nicht. Die reichhaltigen Frühstücke wurden immer in den Hotels eingenommen und boten einen Vorgeschmack auf die Abendessen. Diese wurden teilweise in den Hotels, aber zu einem großen Teil in einheimischen Lokalen eingenommen. Die traditionelle Küche mit ihren vielen Gängen – oft genug war beim Auftragen der Speisen vom Tisch selbst nichts mehr zu sehen – ließ jeglichen Gedanken an eine Diät dahinschwinden. Es war einfach zu gut. An der Küste und am Ohridsee spielte natürlich der Fisch eine große Rolle, während im Inland Fleischgerichte die Tafel bestimmten. Aber selbst Vegetarier wären voll auf ihre Kosten gekommen.

 

Spricht man vom Essen, so muss man zwangsläufig auch von den Getränken sprechen. Albanien bietet bei diesen eine reiche Auswahl. Zu einem Teil kommen diese noch aus Italien. Dies gilt besonders noch für Wein in der Gastronomie, aber in den letzten drei Jahren hat sich der albanische Wein auch hier zunehmend durchgesetzt. Eine Nachfrage lohnt sich immer. Bei dem Bier kommt man am albanischen nicht vorbei; es hat eine tolle Qualität und ist nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut. Die Preise für Getränke sind noch sehr moderat.

 

Für unsere Busreise stand ein Bus bereit, der einerseits von der Größe her den Erfordernissen der albanischen Straßenverhältnisse entsprach, andererseits aber für jeden Reisenden zwei Sitzplätze bot. Unser Fahrer beherrschte sowohl das Verkehrschaos in Tirana und Durres als auch die engen Straßen und Feldwege in den ländlicheren Regionen. Man konnte sich beruhig zurücklehnen und vom Bus aus die Landschaft genießen.

 

Die Reiseroute orienterte sich natürlich vorranig an den Besichtigungsstätten, die zum UNESCO-Welterbe zählen, etwa Berat oder Butrint. Alle Stätten, die wir besucht haben, können hier nicht aufgelistet werden. Sie decken praktisch die Zeit von der Antike bis in die Neuzeit ab.

 

Berat. Blick auf die Altstadt und den Burgberg
Berat. Blick auf die Altstadt und den Burgberg
Butrint. Blick vom Ausgrabungsgelände auf den Butrintsee
Butrint. Blick vom Ausgrabungsgelände auf den Butrintsee

Hierzu zählen etwa Apollonia, Saranda oder Gijrokastra. Sie bieten zugleich einen Blick auf ganz Albanien vom tiefen Süden bis in den Norden mit Shkoder. Besonders zu erwähnen ist aber auch Byllis, da hier ein besonderes Picknick für Kurzweil sorgte. Bei den Besichtigtungen hat unser einheimischer Reiseleiter für ausführliche und interessante Erklärungen gesorgt. Darüber hinaus war er aber auch immer Ansprechpartner selbst für die kleinesten Fragen um die Organisation der Reise.

 

Apollonia. Blick vom inneren des Bouleuterions auf das Odeion
Apollonia. Blick vom inneren des Bouleuterions auf das Odeion
Apollonia. Marienkloster, Blick auf die Klosterkirche
Apollonia. Marienkloster, Blick auf die Klosterkirche
Byllis. Blick über das Ausgrabungsgelände
Byllis. Blick über das Ausgrabungsgelände

Wenn man von Albanien spricht, sollte man aus historischer Sicht nicht vergessen, dass die Landschaft auch Bereiche jenseits der modernen Grenzen umfasst. So gab es einen Abstecher in die Republik Nord-Mazedonien mit zwei interessanten Zielen: Heraklea Lynkestis (heute Bitola) und Ohrid (UNESCO-Welterbe). Für diesen Abstecher wurde ein ganzer Tag eingeplant und wie sich herausstellte, auch komplett genutzt.

 

Das Wetter war bis auf den letzten Tag genau richtig: warm und trocken, aber nicht zu heiß.

 

Das diese Reise genau den Erwartungen der Mitreisenden entsprach, konnte man aus den abschließenden Kommentaren entnehmen. Dabei wurde klar, dass im Jahr 2023 eine ähnliche Reise wieder angeboten werden soll.

 

Tirana. Alt trifft Neu. Der Skanderbeg-Platz 2022
Tirana. Alt trifft Neu. Der Skanderbeg-Platz 2022